Erhebung von Beschäftigtendaten im Rahmen der Pandemie (aktuell) / 3G-Abfrage

Zusammenfassung

Grundsätzlich ist in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialbereiches die Verarbeitung von Beschäftigtendaten zu 3G (Geimpft, Genesen, Getestet) zulässig. Die Daten dürfen zur Eindämmung der Pandemie verarbeitet und aufbewahrt werden. Die Verarbeitung zu weiteren Zwecken ist nicht zulässig.

Welche Daten der Beschäftigten dürfen verarbeitet werden?

  • Status des Beschäftigten
    • Getestet (Ergebnis und Testdatum),
    • Geimpft (Datum der vollständigen Immunisierung),
    • Genesen (Datum der vollständigen Immunisierung).

Die Arbeitgeber:innen dürfen dabei die notwendigen Nachweise prüfen. Die Beschäftigten müssen hierzu Angaben machen und auch Nachweise vorbringen. Auch Daten zu Impf- und Testangeboten dürfen die Arbeitgeber:innen speichern.

Beispiel für eine Erhebungsliste

Die folgende Liste zeigt Ihnen ein Bespiel für eine mögliche Erhebung nach dem Prinzip 3G bei Beschäftigten auf:

Zoom mal wieder verboten: wir haben die Lösung!

Zoom verboten? So nutzen Sie rechtssicher die Meeting-Software

Videokonferenzen via Zoom & Co. haben es während der Corona-Pandemie gerade im Gesundheits- und Sozialbereich überhaupt ermöglicht, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Die Datenschutzaufsicht in Berlin hat nun Alarm geschlagen. Denn Zoom nutzt verschiedene Daten zu eigenen Zwecken und präsentiert sich erneut als wenig transparent. Zwar werden die Inhalte Ihrer Meetings nicht ausgewertet, doch ist es höchste Zeit, zu handeln. Wir zeigen Ihnen nicht nur die datenschutzrechtlichen Herausforderungen auf, sondern auch, wie Sie die beliebte Meeting-Software in Zukunft rechtssicher nutzen.

Sicherheitslücken bei Zoom sind kein neues Thema

Immer wieder geriet Zoom in der Vergangenheit rund um das Thema Datensicherheit in die Schlagzeilen. Sicherheitsexperten hatten 2020 ermittelt, dass Zoom personenbezogene Daten an Dritte weitergibt. Daten landeten unter anderem bei Facebook – selbst dann, wenn sich bei Apple iOS nicht via Facebook-Account bei dem Dienst eingeloggt wurde. Aufgedeckt wurden außerdem weitere Sicherheitslücken. Fremde konnten sich in laufende Konferenzen einloggen oder hatten die Möglichkeit, ein Meeting mit Werbung zu fluten. An den Admin der Konferenz erfolgte zudem eine Weiterleitung der Daten der Nutzer. Unter anderem IP-Adresse, Standort und Information über verwendete Geräte. Um die Privatsphäre zu wahren, mussten User dieses Feature manuell deaktivieren. Ein heißes Eisen war auch die Verschlüsselung. Die Transportverschlüsselung erfolgte nur mit TLS. Das heißt: Inhalte waren bei der Übertragung geschützt, Zoom kann allerdings darauf zurückgreifen.

Wie Zoom auf die Vorwürfe reagierte

Zoom nahm die Vorwürfe ernst und justierte entsprechend nach. Die Weitergabe der Daten an Facebook wurde beendet, wenn sich die User nicht über das soziale Netzwerk anmelden. Eine neue Passwortfunktion und eine insgesamt bessere Verschlüsselung sollten dafür sorgen, Sicherheitslücken während der Meetings zu entschärfen. Für jede Konferenz wird automatisch ein Passwort generiert, was Zoom-Bombing mit Werbung und aller Art Spam in Zukunft vermeiden sollte. So wurde für die Transportverschlüsselung auf AES 265 Bit GCM gesetzt – vorausgesetzt, Anwender haben die jeweils neueste Zoom-Version installiert. Zahlende Zoom-User können zudem den Server-Standort auswählen. Entweder in den USA oder Kanada, Australien, Europa, China, Indien, Hongkong, Japan oder Lateinamerika. Standardmäßig wurde zudem das Aufmerksamkeitstracking deaktiviert. Ende gut, alles gut bei Zoom?

Rotes Licht für Zoom aus Berlin

Offensichtlich nicht. Denn die Berliner Beauftragte für Datenschutz und ihr Team kamen im Rahmen einer Überprüfung verschiedener Anbieter von Videokonferenzdiensten zu einem ganz anderen Ergebnis. Geprüft wurde zunächst die rechtskonforme Verarbeitung der Daten. Fiel die positiv aus, kamen in einem nächsten Schritt die technischen Eigenschaften der Dienste unter die Lupe. Bewertet wurden die Ergebnisse mit einem Ampelsystem. Für Zoom gab es Dunkelrot von den Datenschützern. Das bedeutet, es liegen Mängel bei dem Dienst vor, die eine rechtskonforme Nutzung ausschließen. Im Detail wären das die Verarbeitung personenbezogener Daten zu eigenen Zwecken, verspätete oder eingeschränkte Datenlöschungen, nicht ausreichend gestaltete vertragliche Anforderung für die Einbindung von Subunternehmern und unzulässige, während der Nutzung nicht vermeidbare Datenexporte.

Gravierende Verstöße von Zoom gegen die DS-GVO

Es blieb den Prüfern beispielsweise unklar, inwieweit Zoom als Auftragsverarbeiter agiert – alleine verantwortlich oder in gemeinsamer Verantwortung mit den Kunden. Denn das “Zoom Privacy Statement” vom August 2020 erklärt sich im Falle der Auftragsverarbeitung explizit für unanwendbar. Außerdem genügt Zoom nicht den Anforderungen von Art. 28 Abs. 3 lit. a DS-GVO und präsentiert sich auch im Hinblick auf die Rechenschaftspflicht gemäß Art. 5 Abs. 2 DS-GVO als problematisch. Ein Abgleich mit der Ziffer 9.3. des Privacy Statements offenbart eine gravierende Einschränkung der Kontrollrechte seitens der Kunden, was Art. 28 Abs. 3 DS-GVO widerspricht. Zudem sind Sub-Auftragsverarbeiter nicht ausreichend benannt und ihre Zuständigkeiten für den User nicht transparent. Neue Unterauftragsverarbeiter erfordern ein aktives Handeln, was Art. 28 Abs. 2 Satz 2 DS-GVO widerspricht. Die Details machen es schwierig, gegen neue Sub-Auftragsverarbeiter Einspruch einzulegen. Die Frist beträgt hier ohnehin nur zehn Tage. Erschwerend kommt hinzu, dass die neuen Auftragsverarbeiter nicht mehr dieselben Datenschutzpflichten auferlegt werden und es muss nicht zwingend das Unionsrecht oder das der Mitgliedsstaaten angewendet werden. Auch hier liegt ein Verstoß gegen Art. 28 Abs. 4 S. 1 DS-GVO vor. Zoom behält sich zudem das einseitige Recht zu einer Vertragsänderung vor bei bestimmten Bedingungen. Aufgrund dieser gravierenden rechtlichen Mängel schaffte es Zoom gar nicht erst in die zweite Runde der technischen Überprüfung.

Das Aus für Zoom? Es gibt einen Weg!

Die Ergebnisse aus Berlin mögen wie ein Schock wirken, wenn Sie für Ihre Videokonferenzen auf die beliebte Software Zoom setzen. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht auf einen anderen Dienst umsteigen. Wir sind in der Lage, Ihre Zoom-Konfiguration anzupassen. Das erlaubt, nicht im Einklang mit der DS-GVO stehende problematische Funktionen entweder direkt abzuschalten oder so zu konfigurieren, dass Sie auf der sicheren Seite sind.
Wir bieten Ihnen einen einzigartigen Service an: wir zeigen Ihnen direkt in den Einstellungen von Zoom, wie Sie den Dienst sicher nutzen. Nutzen Sie hierzu unsere 1:1-online Beratung persönlich und speziell für Sie.

Datenschutz geht nur gemeinsam

Immer wieder stellt sich die Frage, ob Betriebsräte auch in Zeiten der DS-GVO für die Einhaltung des Datenschutzes verantwortlich sind. Für zusätzliche Verwirrung hat der EuGH1 gesorgt, der Verantwortungsbereiche in Sachen Datenschutzrecht recht großzügig interpretiert hat. Grundsätzlich gilt: Die alleinige Verantwortung lastet nicht auf den Betriebsräten, doch sind gewissen Pflichten zu beachten. Wir bringen Licht ins Dunkle.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat einen Referentenentwurf für das Betriebsverfassunggesetz (BetrVG) vorgelegt. Das betrifft auch den § 79a Datenschutz. Dazu hat die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit (GDD) e. V. Stellung genommen. Der Entwurf legt fest, dass die datenschutzrechtliche Verantwortung für personenbezogene Daten und deren Verarbeitung dem Arbeitgeber obliegt. Damit wird die Rechtslage vor Einführung der DS-GVO fortgeführt. Ein klares Plus an Rechtssicherheit, aus dem ersichtlich wird, dass der Betriebsrat institutionell nicht unabhängig agiert und eine gegenseitige Unterstützungspflicht besteht. Dadurch wird endlich das Spannungsfeld zwischen der Verantwortung des Arbeitgebers und die Selbständigkeit sowie Weisungsfreiheit des Betriebsrates innerhalb der Institution aufgehoben. Die Ergänzungen des § 79a sind auf jeden Fall als wichtiger, richtiger Schritt nach vorne zu werten.

Fragen bleiben

Trotzdem bleiben wichtige Fragen rund um Datenschutz und den Betriebsrat offen. Beispielsweise wird nicht klar, ob die in Art. 39 Abs. 1 lit. b DS-GVO festgelegte Überwachungsaufgabe des Datenschutzbeauftragten ebenfalls die Datenverarbeitung beim Betriebsrat inkludiert. Lange vor der DS-GVO hatte das BAG4 schon 1997 entschieden, dass der komplette Betriebsrat keiner Überwachung durch den Datenschutzbeauftragten unterliegt. Diese Überwachung wäre schließlich nicht mit dem Unabhängigkeitsrecht der Betriebsräte vereinbar. Allerdings ergeben sich aus der DS-GVO durchaus gute Argumente für ein solches Überwachungsrecht.

Unklar bleibt ebenfalls wie sich die Unterstützung von Arbeitgeber und Betriebsrat hinsichtlich der Einhaltung datenschutzrechtlicher Vorgaben gestalten könnte. Schließlich müssen die Verschwiegenheitspflichten bezüglich personenbezogener Informationen des Betriebsrates beachtet werden. Das gilt bereits für die Vorgabe der grundsätzlich geschützte Kontaktaufnahme mit dem Betriebsrat. Konkret heißt das, ein Auskunftsbegehren gemäß Art. 15 DS-GVO könnte dazu führen, dass der Arbeitnehmer von der Kontaktaufnahme mit dem Betriebsrat Kenntnis erhält.

Voraussetzungen für die Praxis schaffen

Doch wie könnte das in der Praxis aussehen? Denkbar wäre, dass der Arbeitgeber Anfragende direkt an den Betriebsrat verweist. Oder es erfolgt eine Weiterleitung des Auskunftsersuchens an den Betriebsrat mit der Aufforderung die gewünschten Informationen bereitzustellen. Ähnliche Herausforderungen stellen sich übrigens im Bereich Recht auf Löschung oder Korrektur von Daten, die beim Betriebsrat gespeichert sind. Muss der Anspruch via Arbeitgeber geltend gemacht werden, könnte das dazu führen, dass als vertraulich geltende Umstände offenbart werden. Daraus ergeben sich deutlich die Pflichten, die jede Seite hat. Schnittstelle ist und bleibt der Datenschutzbeauftragte, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Daher besteht der dringende Bedarf einer Nachjustierung.

Wir unterstützen Sie!

Der Gesetzgeber ist gefordert, das Bermudadreieck Arbeitgeber – Betriebsrat – Datenschutzbeauftragter endlich aufzulösen. Die Neutralität des Datenschutzbeauftragten muss gewahrt bleiben. Im Entwurf sollten Unabhängigkeit und Vertraulichkeitsverpflichtungen des Betriebsrates stärker herausgearbeitet werden. Die Mitwirkungspflichten und weiteren Regelungen der datenschutzrechtlichen Zusammenarbeit sollten konkretisiert werden.

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1800,- € Strafe für das Abhören eines Gesprächs

Gut 1800,- € Strafe muss ein Vater zahlen, der das Gespräch seiner Tochter und deren Lehrerin belauscht und aufgezeichnet hatte. Das Urteil ist wichtig für den Umgang mit Daten bei Video-Meetings und Telefonkonferenzen.

Worum ging es im Prozess beim Amtsgericht Blankenese?


Der 68-jährige Vater hörte ein Gespräch seiner 13-jährigen Tochter mit deren Lehrerin ab und zeichnete es auf. Er leitete dazu das Bluetooth-Signal der Kopfhörer an ein Aufzeichnungsgerät weiter.
Später zitierte er wörtlich in weiteren Schreiben an die Schule und an die Presse aus diesem Gespräch.
Die Verurteilung erfolgt auf Basis §201, Abs. 1 StGB. Dieser untersagt die Erstellung und Nutzung von Aufzeichnungen aus Gespräch ohne Wissen der Teilnehmer:innen (Az.: 514 Cs 571/20).

Das Urteil hat eine große Bedeutung für Unternehmen

Sie als Geschäftsführer:innen sollten bei der Organisation von Video-Meetings und Telefon-Meetings unbedingt die notwendigen Weisungen zum Aufzeichnen direkt erteilen. Wann darf ein Meeting aufgezeichnet werden? Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Gibt es Meetings, die grundsätzlich nicht aufgezeichnet werden sollen?
Aus datenschutzrechtlicher Sicht müssen vor Beginn der jeweiligen Veranstaltung die entsprechenden Regeln festgelegt sein.

Wir bieten Ihnen hierzu gerne eine Kurz-Beratung an, um Ihre Fragen zu besprechen. Klicken Sie hier für mehr Informationen.

TikTok: Die Boom-App kurz erläutert

Ich bin Datenschützer und bei TikTok aktiv. Lassen Sie mich erklären, wie das zusammenpasst bevor Sie vor Schreck vom Stuhl fallen. Ich hatte in beruflichem Kontext mit dem Netzwerk, bei dem es in letzter Zeit immer wieder einmal hohe Strafen aufgrund von Verstößen gegen den Datenschutz gab, zu tun. Dann hörte ich, dass meine Patentochter Pferdevideos zusammen mit ihrer besten Freundin auf der App veröffentlichte und der Sohn eines Freundes begann plötzlich, auf TikTok seine Fußballkünste zu präsentieren. Keine Frage, das musste ich mir sowohl privat als auch beruflich bedingt anschauen. Was soll ich sagen? Ich bin ein Fan der App und vom Download weg begeistert. Lesen Sie hier, warum man auch als Datenschützer auf TikTok aktiv sein kann, ja, vielleicht sogar muss.

TikTok – mit dem Öffnen der App beginnt die Faszination

Wenn Sie TikTok öffnen, landen Sie im Feed mit einem Mix aus Videos von Tanz über Comedy bis hin zu Gesangseinlagen. Während bei Instagram und Facebook der Ton nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden kann, sind Sound und Musik bei TikTok ein Muss. Viele Videos funktionieren nicht, wenn die Lautstärke nicht eingeschaltet ist. TikTok ist jedoch nicht einfach ein weiteres Netzwerk, auf dem User sich Videos anschauen können. Der Reiz liegt darin, an Challenges teilzunehmen, eine eigene Variante zu Memes beizusteuern oder Snippets von populären Songs zu kommunizieren. Es besteht die ziemlich praktische Möglichkeit, wie bei Instagram Hashtags, Challenges und Sounds zu folgen. Manche Hashtags auf TikTok wurden über eine Milliarde Mal aufgerufen. Am interessantesten für viele ist vielleicht das Duett-Feature. Damit kann bei einer Challenge die eigene Version dem Original gegenübergestellt werden.

Warum boomt TikTok dermaßen?

Warum TikTok bei der jungen Generation, aber auch Erwachsenen, wie eine Bombe einschlägt, ist eine Frage, der ich ebenfalls nachgegangen bin. Da ist zum einen die intuitive Bedienbarkeit der App. Niemand muss sich lange einlesen, um Videos, Hashtags oder Sounds zu finden. Es ist keine Pflicht, Hashtags und Personen zu folgen. Das macht TikTok leicht konsumierbar, ungefähr so wie Fernsehen auf dem Handy. Attraktiv ist auch der Fokus auf Audio und außerdem hat TikTok seine eigenen Stars. Professionelle Anbieter von Inhalten finden zwar nach und nach auch auf die App, aber es ist schon sehr angenehm, es auf TikTok (noch) hauptsächlich mit ganz normalen Menschen zu tun zu haben.

TikTok und der Datenschutz

Die Nachrichten über Datenschutzlücken und -verstöße bei TikTok reißen nicht ab – hier (Link) habe ich schon einmal darüber berichtet. Ende Februar hat die Firma Bytedance, die hinter TikTok steht, einem Vergleich zugestimmt. Es geht um 92 Millionen US-Dollar. In einer Sammelklage kamen mehr als 20 Verstöße gegen die Datenschutzgesetze der USA sowie einzelner Bundesstaaten, zum Beispiel den Computer Fraud and Abuse Act oder den Video Privacy and Protection Act, vor den Richter. Angeblich soll TikTok speziell von Kindern Nutzerdaten zu Werbe- und Profitzwecken gesammelt haben. Die Kläger äußerten sogar Bedenken, diese Daten seien an die chinesische Regierung weitergegeben worden.

Datenschützer auf TikTok

Das US-Gericht muss dem Vergleich noch zustimmen. Bytedance will sich darin auch verpflichten, die Mitarbeiter in Sachen Datenschutz besser zu trainieren und insgesamt transparenter vorzugehen. Das freut mich als Datenschützer und ich begrüße auch die jüngst erfolgten Features für einen besseren Jugendschutz. Wie alle, die bei TikTok präsent sind, wurde ich in der Datenschutzerklärung informiert, welche meiner Angaben wie verarbeitet werden. Offensichtlich werden sie auch an Server in Singapur und den USA übermittelt – wie lange sie dort gespeichert werden? Dazu macht TikTok keine Angaben.

Beim Genießen Augen auf!

Ich habe mir vorgenommen, das Netzwerk zu genießen. Ich liebe das kreative Umfeld und schätze schon jetzt die Menschen, die ich dort getroffen habe. Sehr gespannt bin ich nun, was diese Plattform weiter zu bieten hat. Aber natürlich ist mein Datenschützer-Auge wachsam. Daher geht mein Blick auch und vor allem darauf, was bei TikTok nicht rund läuft. Wer informiert bleiben will, liest hier – regelmäßig werde ich zu Datenschutz und Datensicherheit bei TikTok informieren!

Luca-App: Wie Sie Ihre Mitarbeiter:innen deutlich entlasten

Luca, die App von den Fantastischen Vier. Doch worum geht es bei dieser App genau und wie sieht mit der Sicherheit der Daten aus?

Was macht die App?

Luca ist die neue App in Deutschland zur Nachverfolgung von Kontakten während der Corona-Pandemie. Die App wendet sich in ihrem Angebot an die Gesundheitsämter, Sie als Betreiberinnen und Betreiber wie auch Besucherinnen und Besucher Ihrer Einrichtungen.

Die App erfordert von den Benutzerinnen und Benutzern zunächst die Anmeldung mit personenbezogenen Daten. Zudem müssen sich die Betreiberinnen und Betreiber der Einrichtungen dort anmelden. Ist das geschafft, können sich beide Seiten über QR-Codes gegenseitig erfassen. So erfolgt dann der Nachweis, dass Person X zum Zeitpunkt Y in der Einrichtung Z war.
Sollte eine Kontaktnachverfolgung durch das Gesundheitsamt notwendig werden, kann dieses die App-Daten nach Freigabe durch die Betreiberin und den Betreiber der Einrichtung abrufen. Auch die angeschriebenen Benutzerinnen und Benutzer können die Übermittlung freischalten.
Dieses erfolgt vollelektronisch und ohne weitere Verwaltungsakte. Die Daten stehen dem Gesundheitsamt sofort zur Verfügung.

Was ist mit dem Datenschutz?

Datenschutzrechtlich erfüllt die App alle Anforderungen aus der EU-DSGVO. Die Verarbeitung der Daten selbst erfolgt nur zum Zweck der Leistungsdurchführung und zum Zweck der Aufrechterhaltung der Datensicherheit.

Unerstützung bei der datenschutzrechtlichen Einführung der App

Gerne können Sie mit uns ein Beratungsgespräch vereinbaren. Wir organisieren mit Ihnen die notwendigen Verfahren, die Aushänge und Mitteilungen für die Benutzerinnen und Benutzer der App. Sprechen Sie mich bei Fragen einfach an.

Datenschutz für Gesundheit und Soziales

Als GeschäftsführerInnen im Gesundheits- und Sozialbereich schätzen Sie einen soliden Datenschutz. Zum einen, weil dies seit der Einführung der DSGVO (Datenschutz Grundverordnung der EU) besonders hohe rechtliche Relevanz hat, zum anderen, weil Sie in einem sensiblen Bereich tätig sind. Patienten, Partner und Mitarbeiter erachten sichere personenbezogene Daten als das A und O.

Was ist Datenschutz und was macht ihn so wichtig?

Datenschutz und Datensicherheit sind heute besonders in den Fokus gerückt. Dies hängt eng mit dem Internet zusammen – und mit den ganzen Formen der Cyberkriminalität, die damit verbunden sind. Hackerangriffe, Malware und Spyware, Phishing, Viren und Trojaner sind Vokabeln, die sich erst in der Ära der Digitalisierung entwickelt haben. Jeder, der bereits mit einer dieser Cyberangriffen zu tun hatte weiß, welcher Aufwand in der Begradigung dessen steckt. Das, was alle verbindet ist eins, der Wunsch man hätte vorher schon Maßnahmen ergriffen, sich davor zu schützen.

Doch die Notwendigkeit für den Datenschutz ist ein klassisches Menschen- und Verbraucherrecht, das zum einen unverzichtbar ist und zum anderen durch Rechtsgeschäfte – sei es nun online oder offline – nicht beschnitten werden darf. Denn Daten, die einmal weitergegeben wurden, können nicht zurückgeholt werden – auch wenn man das Recht zur Löschung berücksichtigt.

Was macht den gesundheitsbezogenen und sozialen Bereich so besonders?

Zwei Dinge sind in diesem Zusammenhang besonders relevant. Erstens sind es sensible Daten, die besonders schützenswert sind. Hierzu zählen Angaben zu Krankheiten, zum Einkommen der jeweiligen Personen wie auch Angaben über besondere Lebenssituationen, in denen sich jemand befindet.
Zweitens gibt es gerade in diesem Bereich viele Menschen, die sich selbst nicht gut schützen können. Alte Menschen, Kinder und Jugendliche und Menschen mit Behinderung sind besonders auf einen fundierten Datenschutz angewiesen. Trotz aller Regelungen: Datenschutz ist auch immer etwas Individuelles. Es ist wichtig, eine präzise Abwägung zwischen den Interessen von Personen und denen der Unternehmen, die die Daten verarbeiten, zu machen. Wir sind dafür Ihr Partner. Wir sind die Schnittstelle zwischen den Personen und Ihnen. Denn ein Spezialist ist ein solider Beistand, zumal die rechtlichen Bestimmungen in diesem Kontext teilweise widersprüchlich sind und für die meisten schwer zu durchschauen oder einzuschätzen.

So können wir Sie unterstützen

Rund um unsere maßgeschneiderte Beratung und Durchführung von Maßnahmen zum Datenschutz wählen wir eine ganzheitliche Herangehensweise. Die drei Dimensionen des umfassenden Datenschutzes sind das Recht, die Technik und die Umsetzung in der Organisation, bei der insbesondere die Digitalisierung zu berücksichtigen ist. Treu und Glauben der Verarbeitung, Integrität und Vertraulichkeit der Daten sind dabei essentielle Schwerpunkte. Wir bieten Ihnen auch Sensibilisierung, Anleitung und Anweisung für die Beschäftigten Ihres Unternehmens, deren Compliance unverzichtbar ist.

Lernen Sie uns kennen

Wir bieten Ihnen 15 Jahre Erfahrung rund um den Einsatz von EDV zur Visualisierung von Prozessen. Eine unserer Kernkompetenzen ist der mit der IT umsetzbare Datenschutz. Zudem verwirklichen wir im Rahmen der net.ter Akademie auch die Online-Sensibilisierung der Beschäftigten.